PREMIERE 2: Amerika am Theater Bremen

Amerika

nach Franz Kafkas Roman-Fragment „Der Verschollene“
mit der Kafka Band

Premiere: 22.09.2017 / Theater Bremen

„Verflucht sei, wer uns nicht glaubt!“ Mit diesem Paukenschlag endet der große Aufruf des Naturtheaters von Oklahoma – und mit dem Aufbruch ins Ungewisse, der bedrohlichen Freiheit einer ungewissen Zukunft, wie sie am Ende von Franz Kafkas erstem Romanfragment steht. Karl Roßmann, ein in Amerika gestrandeter sechzehnjähriger Junge aus Prag, bekommt dort seine allererste, oder seine letzte Chance. – Mit den tschechischen Musikern der Kafka Band um Schriftsteller Jaroslav Rudiš erarbeitet Alexander Riemenschneider nach „Das Schloss“ erneut einen Kafka-Abend. Er inszeniert den geradezu unwirklich heiteren Schelmenroman als Spurensuche nach einem, der – vielleicht – unter die Räder kommt, und als musiktheatrale Reise „nach Westen!“ Der Verschollene (so Kafkas ursprünglicher Titel) wird so neu beschworen; er, der verlorenging, wird wiedererfunden in den freien Lüften eines hausgemachten Traumamerikas.

Dauer: ca 1 Stunde 45 Minuten, keine Pause

http://www.theaterbremen.de

PREMIERE 1: Nationalstrasse am Staatsschauspiel Dresden

Premiere am 22.09.2017

Vandam ist der „Nationalheld von der Nationalstraße“, er hat damals ganz vorne gestanden im November 1989, er hat die Samtene Revolution aus­gelöst. Vandam interessiert sich für die Geschichte der Tschechischen Republik, für die EU und das Römische Reich, für die großen ausgefochtenen Schlachten. Er ist verliebt in Sylva und schlägt sich für sie mit den Falschen. Und er macht täglich zweihundert Liegestütze, um in seinem Job als Dachlackierer nicht unterzugehen und seinem Sohn ein Vorbild zu sein. Vandam glaubt, der letzte echte Tscheche zu sein, doch von seinem einstigen Ruhm sind nur die vom Großvater gebaute Plattenbausiedlung in der Prager Nordstadt, die Wohnung, von deren Balkon sein Vater sprang, und die viel zu oft erzählte Geschichte vom Beginn der Samtenen Revolution geblieben, von der sein Sohn nichts lernen will. Der tschechische Autor und Musiker Jaroslav Rudiš, der bereits durch seine Graphic Novels über Alois Nebel Aufmerksamkeit erregte, lässt in NATIONALSTRASSE Gegensätze und Weltsichten aufeinanderprallen. Man leidet mit Vandam und verachtet ihn für seine Blindheit, man hält ihn für einen dumpfen Schlägertypen und staunt über seine poetische Sprache. Politische Gewissheiten werden zur Mangelware und schnell gefasste Urteile stürzen wie Kartenhäuser zusammen, wann immer die Möglichkeit das stabile Weltbild gefährdet, dass doch alles ganz anders ist, als es auf den ersten Blick aussieht.

Dauer der Aufführung: ca. 1 Stunde und 15 Minuten.
Keine Pause.

Nationalstrasse in Nürnberg

Nationalstrasse weird heute am Staatstheater Nürnberg als szenische Lesung im Rahmen vom Festival Talking About Borders gezeigt.

 

 

 

 

Info: https://www.staatstheater-nuernberg.de/index.php?page=schauspiel,veranstaltung,nationalstrasse,125510

Zum letzten Mal am 27. Juni: Nationalstrasse am Theater Bremen

Deutschsprachige Erstaufführung
von Jaroslav Rudiš
Deutsch von Eva Profousová
19:30 Uhr Einführung

Er nennt sich Vandam. Wie Jean-Claude van Damme. Er ist ein Held. Ein Krieger. Ein Europäer. Mit Schlachten kennt er sich aus. Mit denen aus dem Geschichtsbuch und denen im Leben. Er weiß Bescheid. Über Fremde. Über Frauen. Und er hat für alles einen Spruch parat. Er kennt die Geschichte und er erzählt Geschichten. Seine Geschichte, die auch die Geschichte seines Vaters ist, und die seines Sohnes und die einer möglichen Liebe mit Sylva. Auch Sylva schlägt sich durchs Leben. Ihr gehört Vandams Lieblingskneipe, die Severka. Hier wird gefeiert, politisiert, gerauft, gesoffen. Hier kommt alles zusammen. Hier schichtet sich Geschichte auf Geschichte.

Dauer: ca. 1 Stunde 45 Minuten, keine Pause

Regie: Theresa Welge

Info: http://www.theaterbremen.de/de_DE/kalender/nationalstrasse.14717945#

 

Čekání na konec světa: 11. března znovu v Brně

Jaroslav Rudiš: Čekání na konec světa:
Divadlo Feste, 11. března v Kabinet MÚZ, Brno
„Poslouchej, stejně si myslím, že ho mám.“
A ten, co je doktor přes ženské orgány, řekne:
„A co zas?“
„No toho Alzheimera.“
„Kdybys ho měl, tak nevíš, že ho máš. Chlapi, vy jste taky mistři světa. Víte co, nečtěte ty internety, za mnou pořád chodí ženské, co si někde něco přečtou a hned, že to taky mají stejně jako vy. To je strašná nemoc, tyhle internety. Já myslel, že to mají jen ženské.“

Režie: Jiří Honzírek
Hrají: Petr Bláha, Ondřej Jiráček, Tomáš Milostný
Hudební a zvuková koncepce: Tomáš Vtípil
Kostýmy: Martina Zwyrtek
Foto: Petr Chodura

Premiéra: Lidojedi v Činoheráku

Text: Petr Pýcha, Jaroslav Rudiš

5. března 2017

Režie: Natália Deáková
Dramaturgie: Dagmar Haladová
Scéna: Lukáš Kuchinka
Kostýmy: Jana Smetanová
Technická spolupráce: Erik Schmidt
Hudba: Jakub Kudláč
Fotografie: Tomáš Lumpe

Hrají:
Farář:
Jaroslav Achab Haidler
Martin: Jan Jankovský
Bára: Erika Stárková
Ondřej: Kryštof Rímský
Karel: Matúš Bukovčan
Šmejc: Jiří Trnka
Ministrant: Václav Hanzl

Trailer:

Info: http://www.cinoherak.cz/repertoar/lidojedi-premiera/

Premiere: Nationalstrasse am Theater Bremen

Nationalstrasse:

Deutschsprachige Erstaufführung
von Jaroslav Rudiš
Deutsch von Eva Profousová

Er nennt sich Vandam. Wie Jean-Claude van Damme. Er ist ein Held. Ein Krieger. Ein Europäer. Mit Schlachten kennt er sich aus. Mit denen aus dem Geschichtsbuch und denen im Leben. Er weiß Bescheid. Über Fremde. Über Frauen. Und er hat für alles einen Spruch parat. Er kennt die Geschichte und er erzählt Geschichten. Seine Geschichte, die auch die Geschichte seines Vaters ist, und die seines Sohnes und die einer möglichen Liebe mit Sylva. Auch Sylva schlägt sich durchs Leben. Ihr gehört Vandams Lieblingskneipe, die Severka. Hier wird gefeiert, politisiert, gerauft, gesoffen. Hier kommt alles zusammen. Hier schichtet sich Geschichte auf Geschichte.

Dauer: ca. 1 Stunde 45 Minuten, keine Pause

Nach dem Roman von Jaroslav Rudiš, erschienen auf Deutsch bei Luchterhand, 2016: https://www.randomhouse.de/Paperback/Nationalstrasse/Jaroslav-Rudis/Luchterhand-Literaturverlag/e447330.rhd#info

Besetzung

Termine / Karten

Trailer: Alois Nebel

Alois Nebel: Ein Eisenbahnerblues aus dem Altvatergebirge / Železniční blues z Jeseníků

24.01. 2017 / Theater Zittau

26.01. 2017 / Divadlo F. X. Šaldy Liberec (Malé divadlo)

Info: http://www.g-h-t.de/de/Spielplan/?vkdetails=1139&lnr=7847&vv=&zt=2017-01

Karten Zittau: http://www.g-h-t.de/de/Spielplan/?vkdetails=1139&lnr=7847&vv=&zt=2017-01

Vstupenky a info Liberec: http://www.saldovo-divadlo.cz/program/detail-predstaveni/r/3225/alois-nebel

Ein Eisenbahnerblues aus dem Altvatergebirge von Jaroslav Rudiš und Stefanie Witzlsperger nach der Graphic Novel von Jaroslav Rudiš und Jaromír 99 | URAUFFÜHRUNG

Alois Nebel ist Fahrdienstleiter eines kleinen Bahnhofs nahe der Grenze. Tatsächlich ist die Bahn für den introvertierten Alois aber viel mehr als nur seine Arbeitsstelle. Seit Kindestagen sind Züge seine große Leidenschaft, das Kommen und Gehen auf den Gleisen beobachtet er sein ganzes Leben. Immer wenn Nebel aufzieht, holt Alois die Vergangenheit ein und er sieht Züge, die nur er sehen kann.

Eine Geschichte über Veränderungen, Nicht-Vergessen-Können und eine große Liebe.

Als Graphic Novel erschienen »Weissbach« (2003), »Hauptbahnhof« (2004) und »Zuckmantel« (2005) zunächst als einzelne Bände, ehe 2006 die Gesamtausgabe »Alois Nebel« veröffentlicht wurde. 2012 wurde die Triologie auch ins Deutsche, Französische und Polnische übersetzt. Die Verfilmung der Graphic Novel (Regie: Tomáš Luňák) wurde 2011 mit dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet und erhielt zwei Vornominierungen für den Oscar. Für die Uraufführung am Gerhart-Hauptmann-Theater wird eine neue Fassung der Geschichte entstehen.

Regie: Stefan Wolfram
Ausstattung: Udo Herbster
Dramaturgie: Gerhard HerfeldtAlois Nebel: Tilo Werner
Wachek/Olda: Klaus Beyer
Šokin/Vorgesetzter HBH/Typ: Stefan Sieh
Dorothee/Smeterka
Krankenschwester/Schlampe: Martha Pohla
Krankenschwester II/Frau Doktor/Květa: Patricia Hachtel
Der Stumme: Grzegorz Stosz
Wachek Senior: Ludvik Kavin

Fotos: Pawel Sosnowski